Titel / Künstler
Datum
Typ
SID - Hikari
Datum: 2009.07.12
CD
Künstler: SID
Erscheinungsdatum: 2009.07.01
Titel: Hikari
Typ: Album
Release: 01.07.09
Über ein Jahr ist vergangen seit dem letzten vollen Album der Band, und ich war ziemlich gespannt, inwiefern sich die Musiker weiter entwickelt haben, jetzt, wo sie auch bei einem Major Label unter Vertrag sind. Die vorangegangenen Singles liessen schon erahnen, dass SID ihrem Stil treu bleiben und auch auf dem mittlerweile vierten Studioalbum Musik erster Sahne abliefern werden. Ich höre mir die CD zum ersten Mal ganz genau an und bin gespannt.
01. Rakuen
Das Album beginnt mit diesem wunderbaren Lied zum schwelgen und träumen. Sänger Mao's Stimme ist wie immer brilliant, die Musik der anderen drei Bandmitglieder von Grund auf solide und harmonisch aufeinander abgestimmt. Schönes Gitarrensolo und die Melodie des Refrains hat Ohrwurmpotential.
02. Mousou Nikki 2
Die zwei im Titel lässt darauf schliessen, dass es schon mal einen Song mit diesem Titel gab. Und tatsächlich, auf dem allerersten Album von SID, Renai, ist er zu finden. Wenn man beide Lieder vergleicht, fällt einem gleich auf, wie ähnlich sie klingen. Text und Melodie wurden etwas verändert, dennoch fällt die Ähnlichkeit auf. Schön, einen alten und noch dazu grandiosen Song neu interpretiert zu hören.
03. Uso
Uso wurde vorab als Single veröfentlich und weckte einen Vorgeschmack auf dieses Album. Ich finde diesen Song nicht gerade weltbewegend, und dennoch hat er dieses gewisse Etwas, das fast alle Stücke dieser Band ausmachen. Die tolle Akustikgitarre passt gut in den von Violinen getragenen Song, nur die Melodie des Refrains ist etwas langweilig.
04. Circus
Sehr poppig und schnell, die Gitarre verleiht etwas Latinofeeling - durchaus tanzbar also. Leider gibt sich der Sänger nicht sonderlich Mühe, etwas mehr Fantasie in die Findung seiner Melodien zu stecken, und so klingt der Refrain (wieder) etwas langweilig. Schade, der Song an sich macht Spass. Und Mao's Stimme würde ebenfalls mehr hergeben.
05. Nakidashita Onna to Kyomukan
Anscheinend scheint die Sache mit der Melodie bei ruhigeren Songs zu klappen, denn hey, diese Nummer ist klasse. Eine Ballade kann ich dieses Lied nicht nennen, dafür ist es zu jazzig und verleitet eher zum relaxen denn zum weinen. Zwischendurch gibt's tolle Details, wo man genau hinhören sollte. Meiner Meinung nach eines der Highlight dieses Albums.
06. Monokuro no Kiss
Ebenfalls vorab als Single veröffentlicht und wie ich finde, nicht unbedingt einer meiner Favoriten, dennoch muss ich eingestehen, dass er etwas Besonderes hat. Ein mitreissender Beat und dazu des Sängers wunderbare, lupenreine Stimme machen das wesentliche hier aus.
07. Tsumiki Kuzushi
Zu diesem Song möchte man glatt Salsa tanzen! Einfach tanzen, toll. SID verstehen es wunderbar, nur mit einer einfachen Gitarre, einem Schlagzeug und einem Bass leichtfüssige Musik zu kreieren und sie daraufhin mit einer Stimme zu würzen, die sich wunderbar in die Musik einfügt.
08. 2°C me no Kanojo
Noch ein Song, der als Single veröffentlicht wurde. Und leider wieder etwas seicht, da hätte die Band definitiv mehr daraus machen können. Zwischendurch habe ich das Gefühl, die Lieder seinen plötzlich beliebig austauschbar, so ähnlich klingen sie einander. Schade, furchtbar schade! Wo bleibt das Innovative von früher?
09. capsule
Gleich zu Beginn springt mir dieser tolle Bass ins Ohr. Dann, bamm!, Gitarre. Ich nehme alles zurück, was ich als langweilig beschrieben habe, SID haben also doch immer noch eine wilde Seite. Erleichterung macht sich breit und dann geniesse ich nur noch diesen tollen, rockigen Song. Die leichte, sonst fast schwebende Stimme des Sängers kann trotz den harten Riffs mithalten und nimmt dem Song etwas von seiner Härte. Ich glaube, der Schluss gefällt mir am besten. Oder die kurzen Stellen, wo er zweistimmig singt. Oder...!
10. Drama
Der schnelle Rhythmus des Schlagzeuges verspricht einen weiteren Song, der meinem mit Rock verwöhnten Ohr gefallen könnte, und ja, er gefällt mir. Besonders die mehrlagigen Gitarren haben es mir angetan. Nach mehrmaligem Hören kann ich schon beinahe dem Refrain mitsingen, was bei mir immer ein gutes Zeichen ist.
11. hikari
Und zum Schluss der Titelgebende Song dieses Albums.
Das Orchester zu Beginn erinnert mich an alte Melodramas à la "Vom Winde verweht" und alte Disney Filme, was mich sogleich in sentimentale Stimmung versetzt. Das Lied ist eine schöne Ballade mit einem Himmel voller Geigen, mit Klavier, Akustikgitarre, ... für meinen Geschmack wird hier leider etwas zu viel miteinander germixt. Besonders störend empfinde ich die eingestreuten hellen Klänge einer der vielen Gitarren.
Ein etwas trauriger Abschluss, allerdings passt das wieder gut zum ersten Song, der ebenfalls in die Kategorie Ballade eingeordnet werden kann.
Fazit:
Bis auf einige wenige Songs bin ich eher enttäuscht, denn ich hätte mehr Fantasie und Innovationen erwartet, was SID durchaus besitzen, wie die drei bisherigen Alben sehr schön unter Beweis stellen. Vielleicht liegt es an ihrem Wechsel zu einem Major Label, dass die Musik etwas seichter und oberflächlicher wurde. Als Fan hoffe ich auf Besserung.
Als besonderes Highlight sei jedem geraten, die Bonus DVD's der beiden Type's A & B anzuschauen. Wunderbar episch und zum schieflachen komisch.
Typ: Album
Release: 01.07.09
Über ein Jahr ist vergangen seit dem letzten vollen Album der Band, und ich war ziemlich gespannt, inwiefern sich die Musiker weiter entwickelt haben, jetzt, wo sie auch bei einem Major Label unter Vertrag sind. Die vorangegangenen Singles liessen schon erahnen, dass SID ihrem Stil treu bleiben und auch auf dem mittlerweile vierten Studioalbum Musik erster Sahne abliefern werden. Ich höre mir die CD zum ersten Mal ganz genau an und bin gespannt.
01. Rakuen
Das Album beginnt mit diesem wunderbaren Lied zum schwelgen und träumen. Sänger Mao's Stimme ist wie immer brilliant, die Musik der anderen drei Bandmitglieder von Grund auf solide und harmonisch aufeinander abgestimmt. Schönes Gitarrensolo und die Melodie des Refrains hat Ohrwurmpotential.
02. Mousou Nikki 2
Die zwei im Titel lässt darauf schliessen, dass es schon mal einen Song mit diesem Titel gab. Und tatsächlich, auf dem allerersten Album von SID, Renai, ist er zu finden. Wenn man beide Lieder vergleicht, fällt einem gleich auf, wie ähnlich sie klingen. Text und Melodie wurden etwas verändert, dennoch fällt die Ähnlichkeit auf. Schön, einen alten und noch dazu grandiosen Song neu interpretiert zu hören.
03. Uso
Uso wurde vorab als Single veröfentlich und weckte einen Vorgeschmack auf dieses Album. Ich finde diesen Song nicht gerade weltbewegend, und dennoch hat er dieses gewisse Etwas, das fast alle Stücke dieser Band ausmachen. Die tolle Akustikgitarre passt gut in den von Violinen getragenen Song, nur die Melodie des Refrains ist etwas langweilig.
04. Circus
Sehr poppig und schnell, die Gitarre verleiht etwas Latinofeeling - durchaus tanzbar also. Leider gibt sich der Sänger nicht sonderlich Mühe, etwas mehr Fantasie in die Findung seiner Melodien zu stecken, und so klingt der Refrain (wieder) etwas langweilig. Schade, der Song an sich macht Spass. Und Mao's Stimme würde ebenfalls mehr hergeben.
05. Nakidashita Onna to Kyomukan
Anscheinend scheint die Sache mit der Melodie bei ruhigeren Songs zu klappen, denn hey, diese Nummer ist klasse. Eine Ballade kann ich dieses Lied nicht nennen, dafür ist es zu jazzig und verleitet eher zum relaxen denn zum weinen. Zwischendurch gibt's tolle Details, wo man genau hinhören sollte. Meiner Meinung nach eines der Highlight dieses Albums.
06. Monokuro no Kiss
Ebenfalls vorab als Single veröffentlicht und wie ich finde, nicht unbedingt einer meiner Favoriten, dennoch muss ich eingestehen, dass er etwas Besonderes hat. Ein mitreissender Beat und dazu des Sängers wunderbare, lupenreine Stimme machen das wesentliche hier aus.
07. Tsumiki Kuzushi
Zu diesem Song möchte man glatt Salsa tanzen! Einfach tanzen, toll. SID verstehen es wunderbar, nur mit einer einfachen Gitarre, einem Schlagzeug und einem Bass leichtfüssige Musik zu kreieren und sie daraufhin mit einer Stimme zu würzen, die sich wunderbar in die Musik einfügt.
08. 2°C me no Kanojo
Noch ein Song, der als Single veröffentlicht wurde. Und leider wieder etwas seicht, da hätte die Band definitiv mehr daraus machen können. Zwischendurch habe ich das Gefühl, die Lieder seinen plötzlich beliebig austauschbar, so ähnlich klingen sie einander. Schade, furchtbar schade! Wo bleibt das Innovative von früher?
09. capsule
Gleich zu Beginn springt mir dieser tolle Bass ins Ohr. Dann, bamm!, Gitarre. Ich nehme alles zurück, was ich als langweilig beschrieben habe, SID haben also doch immer noch eine wilde Seite. Erleichterung macht sich breit und dann geniesse ich nur noch diesen tollen, rockigen Song. Die leichte, sonst fast schwebende Stimme des Sängers kann trotz den harten Riffs mithalten und nimmt dem Song etwas von seiner Härte. Ich glaube, der Schluss gefällt mir am besten. Oder die kurzen Stellen, wo er zweistimmig singt. Oder...!
10. Drama
Der schnelle Rhythmus des Schlagzeuges verspricht einen weiteren Song, der meinem mit Rock verwöhnten Ohr gefallen könnte, und ja, er gefällt mir. Besonders die mehrlagigen Gitarren haben es mir angetan. Nach mehrmaligem Hören kann ich schon beinahe dem Refrain mitsingen, was bei mir immer ein gutes Zeichen ist.
11. hikari
Und zum Schluss der Titelgebende Song dieses Albums.
Das Orchester zu Beginn erinnert mich an alte Melodramas à la "Vom Winde verweht" und alte Disney Filme, was mich sogleich in sentimentale Stimmung versetzt. Das Lied ist eine schöne Ballade mit einem Himmel voller Geigen, mit Klavier, Akustikgitarre, ... für meinen Geschmack wird hier leider etwas zu viel miteinander germixt. Besonders störend empfinde ich die eingestreuten hellen Klänge einer der vielen Gitarren.
Ein etwas trauriger Abschluss, allerdings passt das wieder gut zum ersten Song, der ebenfalls in die Kategorie Ballade eingeordnet werden kann.
Fazit:
Bis auf einige wenige Songs bin ich eher enttäuscht, denn ich hätte mehr Fantasie und Innovationen erwartet, was SID durchaus besitzen, wie die drei bisherigen Alben sehr schön unter Beweis stellen. Vielleicht liegt es an ihrem Wechsel zu einem Major Label, dass die Musik etwas seichter und oberflächlicher wurde. Als Fan hoffe ich auf Besserung.
Als besonderes Highlight sei jedem geraten, die Bonus DVD's der beiden Type's A & B anzuschauen. Wunderbar episch und zum schieflachen komisch.





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